Vernetzung

© Foto Fraunhofer-Verbund MATERIALS

Die Struktur des Materials Data Space entlang der Wertschöpfungskette und entlang des Produktlebenszyklus.

So wie das Material den substanziellen Träger für die Werkstoffe, Werkstücke und Bauteile liefert, ist der Materials Data Space® das digitale Abbild davon. Er ist deshalb ein notwendiger und integraler Bestandteil für Industrie 4.0 und stellt digitalisiert alle relevanten Informationen zu den Werkstoffen und Bauteilen in einer leistungsfähigen und unternehmensübergreifenden digitalen Infrastruktur zur Verfügung. Dafür muss der Materials Data Space® für die Datensouveränität und -sicherheit dieselben Anforderungen erfüllen wie der Industrial Data Space, eine Initiative der Fraunhofer-Gesellschaft zur Schaffung eines sicheren Datenraumes für Wertschöpfungsnetzwerke. Für die enge Interaktion zwischen beiden ist es naheliegend, dass beide eine ähnliche Strukturierung und Vernetzungsarchitektur besitzen sollten. Dabei geht die Vernetzung des Materials Data Space® über die Wertschöpfungskette von Industrie 4.0 mit ihrem Fokus auf die produzierende Wirtschaft hinaus und enthält Lebensdauerkonzepte (end of live scenarios) bis hin zu intelligentem Re-Use und strategischem Recycling.

Der Materials Data Space® als intelligente digitale Vernetzung wird die Effizienz und das Innovationspotenzial materialintensiver Wertschöpfungsketten durch Industrie 4.0 signifikant steigern, indem er diese mit Material- und Werkstoffwissen durchdringt, eine nichtinvasive sensorische Erfassung erlaubt und Entwicklern und Ingenieuren ermöglicht, die eingesetzten Werkstoffe in den jeweiligen Entwicklungsschritten als variable Systeme mit einstellbaren Eigenschaften zu begreifen und zu nutzen.

Der Materials Data Space® speist sich über vier zentrale Interaktionsschnittstellen:

  • Prozesskettensimulation
  • Monitoring der dynamischen Eigenschaften der Werkstoffe entlang der gesamten Prozesskette und über die Produktlebensdauer in Echtzeit
  • Sensorierte, adaptive Werkstoffe (d.h. Industrie-4.0-fähige Werkstoffe)
  • Lernende Fertigungsanlagen für die Werkstoffverarbeitung