Recycling / Re-Use

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Der Materials Data Space liefert die Basis für ein intelligentes Recycling wertvoller Rohstoffe.

Der Bereich Recycling hat durch die Durchgängigkeit des Material- und Werkstoffdatenflusses bis zum Ende des Lebensdauerzyklus des Bauteils die Chance sich zu einem intelligenten »Recycling 4.0« zu entwickeln. Auf Basis der sicheren Bauteilidentifizierung mit den Daten im Materials Data Space® kann entschieden werden, ob das Bauteil Re-Use-fähig ist (Voraussetzung wäre: design for recycling), ob es dem strategischen Recycling in einer augmented reality zugeführt werden soll, weil es Rohstoffe mit hoher Kritikalität enthält, bzw. einem konventionellen Recycling oder ob die finale thermische Verwertung die ökonomisch und /oder ökologisch günstigste Lösung darstellt.

Die Dissipation von Rohstoffen wird in Zukunft gerade durch die Entwicklung von Faserverbundwerkstoffen, Metallverarbeitung und Funktionswerkstoffen neue Fragestellungen aufwerfen. Der Materials Data Space®, der Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette bereitstellt, liefert die Basis für ein intelligentes Recycling und die Möglichkeit, auf die Dynamik der Rohstoffmärkte bereits im Innovationsvorgang zu reagieren.

Durch die oben beschriebenen Beispiele für Materialentwicklung, -herstellung und -verarbeitung sowie Bauteileinsatz und Recycling wird deutlich, dass die Vision einer Industrie 4.0 für die Abbildung der Material-, Werkstoff-, und Bauteil-bezogenen Daten einen Materials Data Space® erfordert, der mit dem Industrial Data Space eng verzahnt und strukturell an ihn angepasst sein muss, der aber mit seiner Spezifik und seinen eigenen inneren Bezügen und Vernetzungsregeln durchgängig digitalisiert den materialseitigen Teil der Produktion, des Produktlebenszyklus und des Recycling abbildet.