Anwendungsbereich

Anwendungsbereich und Systemgrenzen

Es ist absehbar, dass mit der durchgängigen Digitalisierung in Industrie 4.0 und der damit verbundenen zunehmenden Individualisierung der Produkte mehr und mehr materialbasierte Funktionen von Sensorik und Aktorik und auch Elektronik in Strukturwerkstoffe integriert werden müssen (sensorierte und adaptive Werkstoffe). Dies läuft auf eine Fusion von Struktur- und Funktionswerkstoffen hinaus, wobei die Strukturwerkstoffe Festigkeit und Steifigkeit usw. mitbringen, die Funktionswerkstoffe sensorische und/oder aktorische Eigenschaften liefern, registrierende elektronische Speicherfunktionen haben und damit zum Beispiel auch eindeutige Identifikationsmerkmale für Logistik- und Recyclingzwecke und zum Schutz vor Produktpiraterie zur Verfügung stellen können.

Im Bereich der Polymermaterialien stehen bereits jetzt sowohl Struktur- als auch Funktionswerkstoffe zur Verfügung, wodurch sich eine Integration von Funktionalitäten in Strukturwerkstoffe und -bauteile in diesem Rahmen einfacher gestaltet.

Durch die zunehmende Funktionalisierung von Werkstoffen wächst die Dissipation von Rohstoffen. Für den Ausbau von Zukunftstechnologien ist die Gewährleistung der Versorgungssicherheit der – teilweise kritischen – Rohstoffe essenziell. Ressourcen-, Material- und Werkstoffdaten aus dem Materials Data Space®, die den gesamten Lebenszyklus und das Recycling abdecken, haben dafür eine nutzbringende und nachhaltige Rolle.